Firmentrainer – Der Königsweg für nachhaltiges Lernen

Mit großer Freude erlebe ich gerade wie zwei meiner Kunden mit eigenen Firmentrainern die FranklinCovey-Inhalte in ihren Organisationen implementieren. Die durchweg positiven Rückmeldungen sowohl der Workshop-Teilnehmer wie auch der Firmentrainer selbst bestätigt meine Annahme, dass das Firmentrainermodell der Königsweg für eine nachhaltige und bewusste Gestaltung einer nutzbringenden Unternehmenskultur ist.

Neben dem klassischen Geschäftsmodell, in dem ein externer FranklinCovey-Trainer bei unseren Kunden vor Ort ein zwei- oder dreitägiges Training durchführt, bietet FranklinCovey auch an, Mitarbeiter der Organisation selbst in den jeweiligen Programmen als Firmentrainer zu zertifizieren. Ein nahezu einzigartiges Angebot auf dem Markt, welches eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt.

„Bei uns ist das anders.“ oder „Das hört sich in der Theorie alles gut an, hat aber mit unserer Realität nichts zu tun.“ Diese Reaktionen von Teilnehmern habe ich in meiner Zeit als Change-Management-Berater in Trainings und Workshops oft gehört. Und die Teilnehmer hatten häufig Recht, denn als externer Trainer ist es eine Herausforderung, die Besonderheiten und Finessen der jeweiligen Branche und Zielgruppe ausreichend tief und fachlich überzeugend mit den zu vermittelnden Inhalten, Modellen und Konzepten zu verknüpfen. In der Regel ist man als externer Trainer sehr stark auf die Offenheit und Adaptionsbereitschaft der Teilnehmer angewiesen.

Nicht so der Firmentrainer. Er gehört dazu, er kennt die Organisation, die Feinheiten der internen Prozesse und die Tücken der eigenen Strukturen. Er sieht in der Regel sehr viel besser, welchen Mehrwert die neuen Inhalte der Organisation liefern können und an welcher Stelle der Einsatz besonders Sinn macht. Ein Firmentrainer ist in der Lage neue Konzepte wirklich vollständig und passgenau für die Organisation zu adaptieren.

Im Gegensatz zum klassischen 2- oder 3-tägigen Workshop haben sich meine beiden Kunden dafür entschieden, die Inhalte in halbtägigen bzw. maximal 1-tägigen Einheiten zu vermitteln. Dabei profitieren sowohl die Lehrenden als auch die Lernenden – die zu schulenden Kollegen werden nicht allzu lange vom Arbeitsplatz ferngehalten, und die frisch zertifizierten Firmentrainer haben noch Gelegenheit ihre Trainerkompetenzen schrittweise auszubauen.

Firmentrainer bestimmen sowohl den Inhalt als auch zeitlichen Umfang ihrer Trainings. So können

  • die Inhalte ideal an die jeweilige Zielgruppe in der Organisation angepasst werden
  • die zeitliche Verfügbarkeit des Trainers (der ja i.d.R. eine weitere Rolle und Funktion im Unternehmen hat) optimal berücksichtig werden
  • das Format der Inhaltsvermittlung frei gewählt werden (Workshop, Webinar, Klein-/Großgruppen- oder Einzelsetting, etc.)

Theoretische Inhalte „einzuschulen“ ist allerdings nur der erste Schritt in einem Lernprozess. Der wesentliche zweite Schritt – die Anwendung des theoretischen Wissens in der Praxis – wird in meiner Erfahrung von den Organisationen leider sehr häufig vernachlässigt (ich beziehe mich hier explizit auf Entwicklungs- und Kulturthemen, weniger fachliche Schulungen und Inhalte). In der Regel erfahren die lernenden Individuen keine Unterstützung beim Anwenden der Inhalte und die oft unausgesprochene Botschaft lautet „Jetzt weißt Du ja wie es geht – ändere nun bitteschön die Organisation mit Deinem neuen Wissen.“ Ich habe diesen „Individuum-gegen-System“-Ansatz noch nie funktionieren sehen.

Mit der „kurzen, knackigen“ (O-Ton Kunde) Vermittlung der theoretischen Inhalte in einem halben oder maximal ganzen Tag wird die Schwelle zum Ausprobieren, zum Anwenden der neuen Inhalte, zum „Learning-on-the-Job“ idealerweise sehr niedrig gehalten. Denn genau in diesem Ausprobieren, Scheitern, Adaptieren, Neu probieren wird nach dem theoretischen Input das so immens wichtige Erfahrungswissen gesammelt. Hier passiert das eigentliche Lernen. Hier entscheidet sich, ob Relevanz und damit Mehrwert durch das Gelernte entsteht. That‘s where the magic happens!

Eine HR-Leiterin sagte letztens so passend: „Nur wenn die Mitarbeiter begleitet werden, trauen sie sich Fehler zu machen.“ Und der beste Begleiter und Unterstützer in diesem so wesentlichen zweiten Teil der Lernerfahrung ist der Firmentrainer. Wenn er als Unterstützer und Begleiter dieses Ausprobier-Prozesses zur Verfügung steht, ist das R aus der ROI-Rechnung schon größtenteils sichergestellt.

Die zeitliche und inhaltliche Flexibilität, die hohe Anpassungskompetenz und die gegebene Begleitung des Lerntransfers sehe ich als die wesentlichen Vorteile des Firmentrainer-Modells. Durch den Lehr-Prozess sammelt der Firmentrainer über die Zeit nützliche Kompetenzen und wertvolle Erfahrungen, die ihn zu einem wichtigen Katalysator für die Lern- und Kulturprozesse der gesamten Organisation machen. Nahezu unbezahlbar.

Wenn Sie mehr über das Firmentrainer-Modell von FranklinCovey erfahren wollen informieren Sie sich hier oder wenden Sie sich an info@franklincovey.de.

Dominik Schwindt ist Client Partner von FranklinCovey in Österreich.