Künstliche Intelligenz: Warum der Mensch im Unternehmen so wichtig ist

Jeder sucht sie, alle wollen sie: kreative Köpfe, neue Ideen und innovative Produkte, die den Unterschied ausmachen. Der Markt der künstlichen Intelligenz boomt, die Forschung ist hier weit vorn und immer häufiger werden Menschen durch Computer ersetzt. Und das nicht nur in der Produktion, sondern immer öfter auch im Dienstleistungssektor und natürlich zuhause. Kürzlich erst hat die Investment Firma Deep Knowledge Ventures einen ihrer Vorstandsposten bereits mit einem Roboter ersetzt. Und auf der CES Conference 2017 in Las Vegas war Amazons smarte virtuelle Sprach-Assistentin Alexa das Gesprächsthema der Szene.

Was kann die künstliche Intelligenz heute schon? Und was nicht? Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Arbeitswelt von morgen? Und vorallem: Werden wir Menschen bald überflüssig? Bei den Oracle Digital Business Dialogues in Kooperation mit FranklinCovey, Promerit und MINT Zukunft schaffen in Zürich diskutierten am Donnerstag, den 4.5.2017 rund 40 Experten, Wissenschaftler und Vordenker aus HR und IT über Auswirkungen und Zukunftsperspektiven der künstlichen Intelligenz für die Arbeitswelt der Zukunft.

Engagiert für HR in Unternehmen:
Schultejens (Promerit), Huber (ORACLE),
von Klitzing, Lohrmann (beide FranklinCovey),
Nimphius, Skura (beide Oracle)

Alexa von Klitzing, Managing Director von FranklinCovey Schweiz stellte zunächst Amazons Roboterdame Alexa auf den Prüfstand hinsichtlich sozialer und eigenständiger Kompetenzen nach Coveys „Die 7 Wegen zur Effektivität“. Ihr Fazit: Ja, es gibt Bereiche in denen Roboter Alexa schon jetzt überzeugt, zum Beispiel dann, wenn es darum geht proaktiv bestimmte Dinge anzupacken. Allerdings im zwischenmenschlichen Bereich des Verstehens und Weiterdenkens ist Alexa derzeit in der Schweiz keine Hilfe. Wenn man aber in die USA schaut, dann gibt es dort schon sehr interessante Partnerschaften und Prime Services.

Frank Nimphius, ORACLEs Chatbot Experte, führte im Anschluss in die Welt der Sprach und Bot Entwicklung ein und erläuterte, den aktuellen Entwicklungsstand und die Perspektiven.

Schließlich rundete der Neurowissenschaftler Dr. Hennig Beck die Diskussionsrunde mit seinem unterhaltsamen Vortrag über den Unterschied zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz ab. Er erinnerte, dass das Gehirn die einzige Instanz sei, die überhaupt neuartige Gedanken hervorbringen könne „Computer stürzen ab, Gehirne nicht.“ Während Computer nach Algorithmen, also Regeln ticken, können Gehirne tatsächlich auch mal „quer“ denken. Vom Gehirn lernen heiße daher besser denken lernen – und verstehen, welche Strukturen Innovationen begünstigen. Dabei sind nach Beck drei Faktoren zentral:

  • Konzentration
  • Kommunikation
  • Entspannung

Moderator Joachim Skura, Strategy Director bei ORACLE, brachte es nach der anschließenden lebhaften Gruppendiskussion auf den Punkt: Künstliche Intelligenz ist faszinierend, die Phantasien endlos, doch bleibt der Mensch mit seinen Werten und Visionen prägend für die Art wie wir zukünftig zusammenarbeiten und damit für den Erfolg von Unternehmen und Organisationen.

Workshopathmosphäre bei den Digital Business Dialogues 2017 in Zürich

Weitere Informationen: Alexa von Klitzing, a.vonklitzing@franklincovey.ch